Discussion:
Selbstmord - Hochgrat-Klinik Wolfsried
(zu alt für eine Antwort)
Uwe
2010-10-20 15:16:15 UTC
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Wir trauern um Sigrid!

Am Tag Ihrer Abreise (Entlassung) im Juli 2010 brachte sich unsere
Mitpatientin Sigrid um. Angeblich will niemand im Team der Hochgrat-
Klinik erkannt haben, wie schlimm es um Sigrids Gemütszustand bestellt
war.

Andererseits ist die Therapie für gesetzlich krankenversicherte
Personen in der Hochgrat-Klinik meiner Einsicht nach grottenschlecht
geworden.

Doch ein Selbstmord hätte niemals passieren dürfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
juergen
2010-10-23 18:38:48 UTC
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hallo uwe,
Post by Uwe
Doch ein Selbstmord hätte niemals passieren dürfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
ärzte sind auch nur menschen... ;)
Uwe
2010-10-24 10:13:20 UTC
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Post by juergen
hallo uwe,
Post by Uwe
Doch ein Selbstmord hätte niemals passieren dürfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
ärzte sind auch nur menschen... ;)
Nein, ich widerspreche Dir ganz entschieden! Wenn jemand 6-8 Wochen in
einer Klinik ist, sollte die Ärzte und Therapeuten ihn/sie
kennengelernt haben. Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.

Und Sigrid war sogar 12 Wochen in dieser Klinik. Die Behandlung für
Kassenpatienten ist in der Hochgrat-Klinik Wolfsried in Stiefenhofen
(Allgäu/Bayern) grottenschlecht geworden. Sie ist so grottenschlecht,
dass sie nicht einmal mehr kritikfähig ist!

Ich bin schwer enttäuscht von dieser Privatklinik, die Kassenpatienten
aufnimmt, um die Kosten rein zu holen. Die aber nur Privatpatienten
vernünftig therapiert, weil deren privaten Versicherungen erheblich
besser zahlen.

So sehe ich das, dies ist meine begründete Meinung! Ouve
der_zick
2010-10-26 19:37:37 UTC
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Post by Uwe
Post by juergen
Post by Uwe
Doch ein Selbstmord hätte niemals passieren dürfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
ärzte sind auch nur menschen... ;)
Nein, ich widerspreche Dir ganz entschieden! Wenn jemand 6-8 Wochen in
einer Klinik ist, sollte die Ärzte und Therapeuten ihn/sie
kennengelernt haben. Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Uwe
2010-11-06 10:18:36 UTC
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Doch ein Selbstmord haette niemals passieren duerfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Ich denke: Großer Unfug! Einfach nur Schwachsinn!

Nein! Ein guter Arzt, ist in der Lage, auch einen ohnmächtigen
Patienten angemessen zu behandeln! Ein Mensch in akuter
Selbstmordgefahr ist für einen guten Facharzt in seelischen Dingen,
wie ein ohnmaechtiges Unfallopfer.

Ich denke: In der Hochgrat-Klinik weigert sich die Klinikleitung,
Kassenpatienten gut zu behandeln. Man will zwar das Geld ihrer
Krankenkasse, aber man will es mehr oder weniger für lau.

Ich rate jedem gesetzliche krankenversicherten Menschen von dieser
Klinik ab.
der_zick
2010-11-08 17:46:07 UTC
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Post by Uwe
Doch ein Selbstmord haette niemals passieren duerfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Ich denke: Großer Unfug! Einfach nur Schwachsinn!
Deine Meinung bleibt Dir natürlich unbenommen, allerdings hättest Du sie
auch anders ausdrücken können ;-)
Post by Uwe
Nein! Ein guter Arzt, ist in der Lage, auch einen ohnmächtigen
Patienten angemessen zu behandeln! Ein Mensch in akuter
Selbstmordgefahr ist für einen guten Facharzt in seelischen Dingen,
wie ein ohnmaechtiges Unfallopfer.
Da irrst Du meiner Meinung nach. Ich gebe zu es wäre schön, wenn es so
wäre. Bei viel Glück passiert das vielleicht sogar.
Es bleibt der Unterschied zwischen einem psychischen und physischem
Leiden. Unterschätze nicht die Kraft von einem Selbstmordgefährdeten.
Für gute Schauspielerei reicht es meistens noch.
s***@gmx.net
2010-11-17 16:45:21 UTC
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auch, wenn's schon länger her ist...
Post by Uwe
Ein Mensch in akuter
Selbstmordgefahr ist für einen guten Facharzt in seelischen Dingen,
wie ein ohnmaechtiges Unfallopfer.
Wenn sich ein Mensch in akuter Selbstmordgefahr so behandeln ließe wie
ein ohnmächtiges Unfallopfer - fixieren und zwangsweise
psychopharmakologisch behandeln - dann ließe sich die Suizidgefahr des
Patienten von Seiten der Ärzte sicher massiv reduzieren. Das wäre aber
sicher nicht die Behandlung, die du wollen würdest. Und auch die würde
am Kliniktor enden.
Post by Uwe
ein Selbstmord hätte niemals passieren dürfen.
Wer eine psychiatrische Klinik betritt, gibt nicht beim Empfang die
Verantwortung für sein Leben ab. Ich habe zwei gute Freunde, die als
Schwester / Pfleger in der Akutpsychiatrie arbeiten. "Dürfte niemals
passieren" finden die auch. Und nehmen es keinesfalls leicht, wenn es
doch mal passiert. Aber es passiert immer wieder.

"Hätte erkennen müssen" ?!?! Dann musst du dich fragen, wieso du als
Mitpatient das nicht erkannt hast. Oder die anderen Mitpatienten
Schließlich haben die Mitpatienten wohl viel mehr Zeit mit der Toten
verbracht als das "Team" der Behandler. Würde mir zu denken geben,
wenn ich als Mitpatient da "angeblich nicht erkannt haben will", wie
es um sie stand.

Viele Grüße,
Stefan
Juergen Ilse
2010-12-30 23:56:58 UTC
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Hallo,
Post by Uwe
Doch ein Selbstmord haette niemals passieren duerfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Ich denke: Großer Unfug! Einfach nur Schwachsinn!
Bei psychischen Erkrankungen ist der Satz korrekt. Der Arzt kann immer nur
Symptome feststellen und darauf auf die Erkrankung schliessen und diese
dann behandeln. Die Symptome psychischer Erkrankungen sind ohne Mithilfe
des Patienten fuer den Arzt nicht korrekt diagnostizierbar, denn der Arzt
hat da keine "physikalisch messbaren" Symptome.
Post by Uwe
Nein! Ein guter Arzt, ist in der Lage, auch einen ohnmächtigen
Patienten angemessen zu behandeln!
Aber ein Arzt kann keine psychischen Erkrankungen eines ohnmaechtigen
Patienten angemessen behandeln, da er psychische Erkrankungen bei einem
ohnmaechtigen Patienten noch nicht einmal diagnostizieren kann ...
Post by Uwe
Ein Mensch in akuter Selbstmordgefahr ist für einen guten Facharzt in
seelischen Dingen, wie ein ohnmaechtiges Unfallopfer.
Nein. Ein Arzt kann evt. mit mehr oder weniger grosser Erfolgsquote den
Patienten mit psychischer Erkrankung dazu bringen, ihm etwas ueber die
Symptome seiner Erkrankung zu verraten, aber wenn er dabei nicht erfolg-
reich sein sollte, kann er die Erkrankung nicht sinnvoll behandeln.
Post by Uwe
Ich denke: In der Hochgrat-Klinik weigert sich die Klinikleitung,
Kassenpatienten gut zu behandeln. Man will zwar das Geld ihrer
Krankenkasse, aber man will es mehr oder weniger für lau.
Das koennte zwar sein, aber ich wuerde es nicht allein an deinen Aussagen
festmachen wollen, denn fuer eine genauere Beurteilung wuerde ich mich nie
nur auf eine Aussage verlassen.
Post by Uwe
Ich rate jedem gesetzliche krankenversicherten Menschen von dieser
Klinik ab.
Welche Klink uwerdest du statt dessen empfehlen und warum?

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Harald Lins
2010-12-31 13:02:12 UTC
Permalink
Hallo Jürgen,
Post by Juergen Ilse
Post by Uwe
Doch ein Selbstmord haette niemals passieren duerfen. Ich bin
schockiert, betroffen und zutiefst traurig.
Wenn nicht, war die Behandlung einfach nur
grottenschlecht.
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Ich denke: Großer Unfug! Einfach nur Schwachsinn!
Bei psychischen Erkrankungen ist der Satz korrekt.
Es gibt in dem Sinne keine psychischen Erkrankungen.

Wenn ein Kind auf eine heiße Herdplatte faßt, setzt es den Schmerz in einen
Lernprozeß um, und läßt in Zukunft die Finger von Herdplatten.

Wenn es dem Kind aber nicht gelingt, den Zusammenhang zwischen Herdplatte
und Schmerz zu erkennen, wird es das, was man allgemein als angstkrank
bezeichnet.
Das Kind weiß zwar, daß es plötzliche heftige Schmerzen gibt, aber da es die
Ursache nicht erkannt hat, wird es allem Unbekannten gegenüber ängstlich.
Post by Juergen Ilse
Der Arzt kann immer nur
Symptome feststellen und darauf auf die Erkrankung schliessen und diese
dann behandeln. Die Symptome psychischer Erkrankungen sind ohne Mithilfe
des Patienten fuer den Arzt nicht korrekt diagnostizierbar, denn der Arzt
hat da keine "physikalisch messbaren" Symptome.
Es gibt jede Menge meßbare Anzeichen für eine 'psychische' Störung.
Das simpelste Beispiel:
Ein Arzt ermittelt nicht intuitiv, ob ein Patient besoffen sit, sondern er
nimmt eine Blutprobe und bestimmt die Promille.

Viele Substanzen (und Mikroorganismen) bewirken bei Mangel oder Überschuß
psychische Reaktionen und können recht leicht im Blut nachgewiesen werden.
Weiterhin zeigt ein EEG sehr viel über die Hirnaktivitäten bestimmter
Areale.
Warum legen z.B. Depressive die hand so oft an die Stirn?
Post by Juergen Ilse
Post by Uwe
Nein! Ein guter Arzt, ist in der Lage, auch einen ohnmächtigen
Patienten angemessen zu behandeln!
Aber ein Arzt kann keine psychischen Erkrankungen eines ohnmaechtigen
Patienten angemessen behandeln, da er psychische Erkrankungen bei einem
ohnmaechtigen Patienten noch nicht einmal diagnostizieren kann ...
Und bei mächtigen Patienten dürfen Ärzte keine psychischen Erkrankungen
diagnostizieren, weil sie sonst Ärger bekämen.
(Kleiner Schwerz zur Auflockerung)
Post by Juergen Ilse
Post by Uwe
Ein Mensch in akuter Selbstmordgefahr ist für einen guten Facharzt in
seelischen Dingen, wie ein ohnmaechtiges Unfallopfer.
Nein. Ein Arzt kann evt. mit mehr oder weniger grosser Erfolgsquote den
Patienten mit psychischer Erkrankung dazu bringen, ihm etwas ueber die
Symptome seiner Erkrankung zu verraten, aber wenn er dabei nicht erfolg-
reich sein sollte, kann er die Erkrankung nicht sinnvoll behandeln.
Nicht nur die Diagnose ist ein Problem, sondern auch die Behandlung.
Es gibt zur Zeit weltweit keine zuverlässige Therapie für ein
posttraumatisches Syndrom.
Die Ärzte können nur hoffen, daß 'irgendwie' die Selbstheilungskräfte des
Patienten wieder einsätzen, so die Erklärung einer Psychiaterin.
Post by Juergen Ilse
Post by Uwe
Ich denke: In der Hochgrat-Klinik weigert sich die Klinikleitung,
Kassenpatienten gut zu behandeln. Man will zwar das Geld ihrer
Krankenkasse, aber man will es mehr oder weniger für lau.
Das koennte zwar sein, aber ich wuerde es nicht allein an deinen Aussagen
festmachen wollen, denn fuer eine genauere Beurteilung wuerde ich mich nie
nur auf eine Aussage verlassen.
Heute wird noch immer lebhaft diskutiert, ob es überhaupt eine
Zweiklassenmedizin gibt.
Daß es sie gibt, kann aber schon seit Jahrzehnten jeder Blinde mit dem
Krückstock ertasten.

Gruß
Harald

John
2010-11-07 13:54:47 UTC
Permalink
Post by der_zick
Ein Arzt bekommt immer nur soviel mit, wie der Patient bereit ist zu zeigen
Ein guter Arzt sollte viel mehr 'mitbekommen' als was der Patient bereit
zu zeigen ist. Deshalb ist er Arzt und sollte ein bisschen mehr
'Psychologisches Gefühl und Intuition' beweisen als andere Menschen.
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